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Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin

Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) unterstützt und vernetzt alle Berlinerinnen und Berliner, die in ihrem Wohn-, Arbeits- oder sozialen Umfeld mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus konfrontiert sind und sich für die Stärkung demokratischer Kultur einsetzen wollen. Unter Berücksichtigung der jeweiligen lokalen Gegebenheiten und Ressourcen entwickelt die MBR gemeinsam mit den Menschen vor Ort situationsbezogene Handlungsstrategien, bietet Fortbildungen an und begleitet die Umsetzung von lokalen Aktionsplänen und Kommunalanalysen. Ziel der Mobilen Beratung ist die Etablierung einer gelebten demokratischer Kultur sowie eines angstfreien und menschenrechtsorientierten Miteinanders in Berlin.
Wir bieten Hintergrundinformationen zu den Themen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in Berlin (Vorträge, Recherchen, Dokumentationen, Analysen, Veröffentlichungen, Fachliteratur) und entwickeln kiezbezogene Handlungsstrategien. Die Beratungsprozesse umfassen Fortbildungsveranstaltungen und Workshops sowie die kiezbezogene, bezirks- und berlinweite Vernetzung von demokratischen AkteurInnen.
Die MBR unterstützt Kommunen durch die Begleitung und Sicherung bezirksweiter und bezirksübergreifender Maßnahmen und entwickelt bzw. fördert handlungsfähige Kooperations- und Kommunikationsstrukturen zwischen Politik, Verwaltung und demokratischer Zivilgesellschaft.
Da Rechtsextremismus weder ein Randphänomen noch ein Problem ist, das nur Jugendliche betrifft, versucht die MBR, ein möglichst breites Spektrum von AkteurInnen vor Ort zu erreichen und einzubeziehen. Sowohl Einzelpersonen als auch Jugendeinrichtungen, Schulen, zivilgesellschaftliche Initiativen und Netzwerke, Politik und Verwaltung, (Sport-)Vereine, Gewerbetreibende und Verbände können sich an die MBR wenden.

Arbeitsweise: Wahrnehmen – Deuten – Handeln
Die MBR vertritt einen lokalen Ansatz: Bei Anfragen begeben sich die MitarbeiterInnen der MBR zu den Menschen vor Ort, sei es in ihrer Jugendeinrichtung, Schule oder ihren Initiativentreffen. An Ort und Stelle werden in drei Arbeitsschritten der Unterstützungsbedarf geklärt; Lösungsmodelle entwickelt und realistische Handlungsstrategien festgelegt.
Wahrnehmen
Da in einer Großstadt wie Berlin rechtsextreme, rassistische und antisemitische Erscheinungen sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können, gilt es, Gegenmaßnahmen auf die konkreten Gegebenheiten vor Ort zuzuschneiden. Zur genauen Analyse gehört die Klärung der konkreten Problemlage und von Besonderheiten z.B. in einem Jugendclub, in einer Schule, einer Siedlung oder einem ganzen Stadtviertel. Dazu kommt die Umfeld-Analyse: Was passiert im Nachbarkiez? Ist z.B. die nahe gelegene Schule mit ähnlichen Problemen konfrontiert? Wurden bereits Versuche unternommen, Konflikte zu entschärfen und woran scheiterte dies?
Deuten
Oft sind Rechtsextreme nicht mehr auf den ersten Blick als solche zu erkennen. Sie entwickeln ihre Tarnungen und Strategien kontinuierlich weiter. Daher unterstützt die MBR alle demokratisch Engagierten bei ihrer Analyse und Bewertung von Problemen. Dies erfolgt durch Fortbildungen und Diskussionsforen, z.B. über rechtsextremen Lifestyle, Geheimcodes oder Strategiewandel.
Handeln
Ziel der MBR ist, die Handlungsfähigkeit der demokratischen Akteure und ihrer Netzwerke zu erhöhen. Die MBR begleitet den Gestaltungsprozess für erlebbare demokratische Alltagskultur in den Bezirken und trägt zu einem angstfreien und menschenrechtsorientierten Miteinander in Berlin bei.