cultures interactive e.V.

Seit unserer Vereinsgründung 2005 arbeiten wir an der Frage, wie man zwei Dinge wirkungsvoll miteinander verbinden kann: Politische, kulturelle und soziale Bildung und die Interessen von Jugendlichen. Dazu haben wir eine Reihe effektiver Modellprojekte entwickelt und führen jugendkulturelle Schulprojekttage, Zukunftswerkstätten, Open Space-Veranstaltungen, Qualifizierungslehrgänge und Fortbildungen durch. Wir beraten Kommunen, wie man Jugendliche in den demokratischen Alltag vor Ort einbeziehen kann und sie ermuntert, zivilgesellschaftlich aktiv zu werden und nutzen Jugendkulturen für die Kompetenz- und Berufsorientierung sowie Stärkung der Softskills von jungen Menschen.
Unser Ziel ist bei Jugendlichen und Erwachsenen Perspektivwechsel zu ermöglichen und sie in einer Haltung der aktiven Toleranz, Weltoffenheit und körperlichen wie psychischen Gewaltvermeidung zu stärken. Dabei stoßen wir Prozesse an, die die Chancen von jungen Menschen auf dauerhafte soziale und berufliche Teilhabe unabhängig von ihrer Herkunft fördern.
Mit dem Ansatz der zivilgesellschaftlichen Jugendkulturarbeit arbeiten wir von unseren Büros in Berlin und Weimar bundesweit mit einem Team von Jugendkultur- und MedienakteurInnen aus HipHop, Techno, Skateboarding, Punk, Fotografie, Radio und Video sowie mit SozialpädagogInnen, politischen BildnerInnen, SupervisorInnen und GruppentherapeutInnen. Im Rahmen dieses Ansatzes verbinden wir urbane Jugendkulturen mit Verfahren politischer Bildung. Jugendkulturell Praxen werden dann gezielt eingesetzt um Jugendliche aus allen sozialen und kulturellen Milieus anzusprechen und ihnen eine Haltung der gegenseitigen Anerkennung, aktiven Toleranz und Weltoffenenheit zu vermitteln.
Der Ansatz der zivilgesellschaftlichen Jugendkulturarbeit beinhaltet dabei auch immer eine genderreflektierende oder -irritierende Thematisierung von Männlichkeits- und Weiblichkeitsentwürfen in den jeweiligen Jugendkulturen und Workshopeinheiten zu Hetero-Sexismus und Homophobie. Unter dem Motto „Happy Gender“ führen wir einen eigenen Girl-Power Workshop durch, der einen jugendkulturellen Schwerpunkt haben kann und auf Reflexion und Empowerment abzielt. Ein Angebot für Jungen ist hier in Vorbereitung.
Neben der Arbeit mit Jugendlichen bieten wir auch Erwachsenen-Fortbildungen zu unserem Ansatz der zivilgesellschaftlichen Jugendkulturarbeit an. Wir sind nicht nur im Bereich der Präventionsarbeit tätig, sondern verstehen uns als eine Schnittstelle zwischen Praxis und Wissenschaft und publizieren Projektdokumentationen und Fachartikel.
Die Erfahrungen aus unserer praktischen Arbeit mit Jugendlichen und dem ständigen Kontakt mit PädagogInnen haben gezeigt, dass ein großer Bedarf an gendersensiblen Konzepten in der pädagogischen Arbeit besteht.
Deshalb ist der Gendersapekt mit unterschiedlicher Schwerpunksetzung Bestandteil unserer beiden aktuellen Modellprojekte: im Projekt HaKo_reJu wurde eine Qualifizierungsreihe für Praktiker/innen zur Kompetenzbildung für den Umgang mit rechtsaffinen Jugendliche entwickelt. Bestandteil dieses Qualifizierungsangebotes ist ebenfalls das Modul „'Doing Gender' im ländlichen Raum. Genderreflektierte Ansätze zu Männlichkeits- und Weiblichkeitsvorstellungen in der Arbeit mit rechtsaffinen Jugendlichen“.
Im Januar 2013 ist unser Projekt „Women / girls in violent extremism – WomEx” gestartet. Mit einem zunächst wissenschaftlichen Ansatz steht hier die Rolle von Frauen und Mädchen in gewaltbereiten/extremistischen Szenen im Fokus.

Mehr Informationen zu unserem Ansatz und akuellen Projekten unter www.cultures-interactive.de
cultures interactive e.V.
Mainzer Straße 11
12053 Berlin
Tel. 030 60401950
info@cultures-inetractive.de